04.01.2022 - Für Diversität in der katholischen Kirche!

Katholische Verbände und Organisationen unterstützen die Initiative #OutInChurch - für eine Kirche ohne Angst

Dortmund, 24. Januar 2022. „Die katholische Kirche ist so vielfältig wie die Gesellschaft selbst und Heimat für jede:n. Niemand darf wegen der eigenen sexuellen Orientierung und /oder geschlechtlichen Identität diskriminiert oder ausgeschlossen werden“, stellen über 20 katholische Verbände und Organisationen – darunter auch der SkF - in einer gemeinsamen Erklärung fest. Sie unterstützen damit die Initiative #OutInChurch – für eine Kirche ohne Angst.

Die beteiligten Verbände und Organisationen betonen die Notwendigkeit von mehr Diversität in der katholischen Kirche. Es darf nicht länger hingenommen werden, dass Menschen in kirchlichen Kontexten – seien es Hauptberufliche im kirchlichen Dienst oder Ehrenamtliche in Verbänden – aus Angst gegenüber Kirchenvertreter:innen ein Schattendasein führen müssen, wenn sie nicht dem von der Kirche normierten Geschlechterbild entsprechen. Darum sei ein Outing im Rahmen von #OutInChurch ein mutiger und für viele sicherlich kein einfacher Schritt, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Mit der Stärke ihrer gemeinsamen Stimme solidarisieren sich die beteiligten Verbände und Organisationen mit ihnen und schließen sich den Forderungen der Initiative an.

Weit mehr als 100 Personen outen sich in der Kampagne #OutInChurch als lesbisch, schwul, bi, trans*, inter, queer oder non-binär. Sie sind oder waren in unterschiedlichen Bereichen der katholischen Kirche tätig, z.B. in der sozialen und caritativen Arbeit, Katechese, Erziehung, Pflege, Seelsorge, Kirchenleitung, Verwaltung oder im Bildungsbereich. Alle Informationen sowie Forderungen: www.outinchurch.de.

Die Pressemitteilung ist auf der Homepage des SkF eingestellt.

25.01.2022 - Sozialdienste katholischer Frauen e.V. Hamburg und Hamburg-Altona fusionieren

Zwei der wichtigsten katholischen, caritativen Akteure Hamburgs richten sich neu aus

Hamburg, 25.01.2022. Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) e.V. Hamburg und der SkF e.V. Hamburg-Altona haben zum 1.1.2022 fusioniert und in ihrer heutigen Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Der neue Verein hat sich für den Namen SkF e.V. Hamburg ausgesprochen. Mit der Fusion ist eine umfassende Neuordnung der Vereinsstrukturen und -aktivitäten verbunden. „So werden wir zahlreiche Synergieeffekte erzielen und haben die Grundlage geschaffen zukunftsweisende Angebote, wie z.B. nachfragegerechte Wohnformen für Frauen, entwickeln zu können“, sagt Andrea Kürner, bisherige und voraussichtlich neue Vorsitzende des Vorstandes. Entsprechend der Satzung soll sie am 10.02.2022 in der ersten Sitzung des neu gewählten Vorstandes in ihrem Amt bestätigt werden.

Mit der Fusion umfasst der neue SkF e. V. Hamburg sieben Einrichtungen und zählt damit zu den wichtigsten katholischen caritativen Akteuren in der Hamburger Soziallandschaft. Die von Agnes Neuhaus initiierte Arbeit für Frauen in Notsituationen begann in Hamburg im Jahre 1917 mit der Gründung des SkF e.V. Hamburg, der SkF e.V. Altona entstand im Jahr 1924. Damals bedeuteten uneheliche Schwangerschaften eine Gefährdung der Gesundheit und sozialen Situation der Frauen. Krankheiten und psychische Belastungen verschärften die von Armut geprägten Lebensbedingungen. Von Anfang an arbeiteten Haupt- und Ehrenamtliche zusammen, um der alleinstehenden Frau zu helfen und um sich für eine Verbesserung der Lebensumstände einzusetzen. Das ist bis heute so geblieben, geändert haben sich im Laufe der Jahre die konkreten Aufgaben und Rahmenbedingungen. Zu Beginn gab es einen Raum mit sechs Betten und Büroräume.

Mission: Frauen in schweren Lebenslagen zu unterstützen

Beide Vereine hielten auch in den Krisenzeiten der vergangenen über einhundert Jahre an ihrer besonderen Mission fest: Frauen in schweren Lebenslagen mit Herz und Hand zu unterstützen, stets dem Leitwort der Gründerin des Sozialdienst katholischer Frauen, Agnes Neuhaus, folgend: „Dasein – Leben helfen!“

Da die Not sich stetig wandelt und jede Zeit neue Antworten einfordert, haben die beiden Vereine nun einen wichtigen Schritt unternommen, um den immer komplexer werdenden Herausforderungen passgenau gerecht zu werden. Zu den besonderen Meilensteinen in der Vergangenheit gehört die Einführung eines umfangreichen Hilfsangebotes für psychisch erkrankte Frauen in den 70er Jahren. Mit dem Agnes-Neuhaus konnte der SkF e.V. Hamburg eine der ersten Einrichtungen in Hamburg schaffen, die einen besonderen Schutzraum ausschließlich für Frauen bietet.

Erzbischof unterstützt Zusammenschluss

Auch Erzbischof Stefan Heße begrüßt die Fusion: „Der SkF trägt mit seiner Arbeit an der Basis wesentlich dazu bei, dass Frauen in Notsituationen nicht allein bleiben. Sie können die Erfahrung machen, dass Menschen an ihrer Seite sind und sie unterstützen, eine neue Perspektive für ihren Alltag zu entwickeln. Deshalb ist es wichtig, dass diese engagierte Arbeit der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen auch in Zukunft gesichert ist.“

Der SkF e.V. Hamburg gehört als Fachverband zum Caritasverband im Norden, arbeitet auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes und setzt sich unabhängig von Nationalität, Kultur, Religion und Weltanschauung für sozial benachteiligte Frauen und ihre Familien ein.

Angebote für Frauen, Familien und Schwangere

Zu den Kernaktivitäten des SkF e.V. Hamburg gehört die Arbeit der beiden Beratungsstellen für Frauen, Familien und Schwangere (Schomburgstr. 120 und Wartenau 5). Die Einrichtungen sind kirchlich und staatlich anerkannt. Hier finden nicht nur schwangere Frauen Hilfe. Unterstützung gibt es für alle, die Fragen und Sorgen im Zusammenhang mit den Themen Schwangerschaft und Geburt haben. In der Regel nehmen dieses Angebot etwa 4.000 Betroffene jährlich in persönlichen Gesprächen und unter Pandemie-Bedingungen auch in telefonischen Beratungen an.

Darüber hinaus bietet der SkF e.V. Hamburg Hilfsangebote - sowohl stationär als auch ambulant - für Frauen unterschiedlichen Alters mit psychischen Einschränkungen in zwei Häusern mit insgesamt 64 Plätzen an. Eine Beratungsstelle für wohnungslose Menschen oder von Wohnungslosigkeit Betroffene wird im Stadtteil St. Georg unterhalten. Ehrenamtliche des SkF e.V. Hamburg ermöglichen zusätzlich kostenlose Rechtsberatung. Im Übrigen können bedürftige Frauen mit ihren Kindern in der „Kleiderkiste“ Eimsbüttel Second-Hand-Kleidung zu sehr günstigen Preisen erwerben.

Weitere Projekte bereits in Planung

In naher Zukunft möchte sich der SkF e.V. Hamburg stärker im Bereich Wohnungslosigkeit von Frauen mit besonderen Bedürfnissen engagieren. Entsprechend sollen weitere passgenaue Wohnformen entwickelt und umgesetzt werden.

Die nun anstehenden Aufgaben sind vielfältig und gehen auf die aktuellen Nöte von Frauen ein. Wer die Arbeit des SkF e.V. Hamburg unterstützen möchte, kann sich ehrenamtlich engagieren, Mitglied im Verein werden oder dem Verein eine Spende zukommen lassen. Nähere Informationen können unter www.skf-hamburg.de abgerufen werden.

Pressekontakt
Stefanie Kastell
Mitglied im Vorstand des SkF e.V. Hamburg
Telefon: +49 1 70 905 80 59
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

08.12.2021 - SkF gratuliert Bundesfamilienministerin und fordert konsequente Umsetzung der im Koalitionsvertrag vereinbarten Stärkung von Frauen und Kindern

Dortmund, 08. Dezember 2021. Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) gratuliert Anne Spiegel, Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, herzlich zum neuen Amt.

„Wir kennen und schätzen die neue Bundesfamilienministerin aus ihrer Zeit als rheinland-pfälzische Ministerin für Familien, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz. Aufgrund dieser Erfahrung sind wir zuversichtlich, dass in dieser Legislatur wichtige frauen- und sozialpolitische Anliegen entschieden umgesetzt werden“, macht Hildegard Eckert, SkF Bundesvorsitzende deutlich.

So begrüßt der katholische Frauenverband, dass eine ressortübergreifende politische Strategie gegen Gewalt, die Umsetzung der Istanbul-Konvention und ein bundeseinheitlicher Rechtsrahmen für eine verlässliche Finanzierung von Frauenhäusern umgesetzt werden soll.

„Wichtig ist auch die Stärkung von Kindern. Von zentraler Bedeutung ist daher die geplante schrittweise Einführung einer Kindergrundsicherung. Und wir unterstützen sehr, dass bundespolitisch wichtige Weichenstellungen erfolgen sollen, damit die inklusive Ausgestaltung und Umsetzung des neuen Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes durch ‚Verfahrenslotsen‘ früher und konsequenter starten kann“, betont Eckert.

Auch die Absicht der neuen Bundesregierung, haushaltsnahe Dienstleistungen durch ein Gutscheinmodell zu professionalisieren, begrüßt der katholische Frauenfachverband: „So wird die bessere Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf gefördert und die Existenzsicherung von Frauen gestärkt.“

„Nicht zuletzt hoffen wir, dass durch die geplante Förderung des Wohnungsbaus in Kooperation mit dem neuen Bauministerium endlich mehr bezahlbarer Wohnraum für Familien und alleinstehende Menschen in besonders belasteten Lebenssituationen geschaffen wird", so Eckert.

Die Pressemitteilung ist auf der Homepage des SkF eingestellt.

23.11.2021 - Deutlich mehr Schutz für Frauen vor Gewalt erforderlich

Gemeinsame Pressemitteilung von kfd, KDFB und SkF

Katholische Frauenverbände fordern Gesamtkonzept und finanzielle Absicherung von neuer Bundesregierung

Dortmund / Düsseldorf / Köln. 23. November 2021. Beratung und Schutz von Frauen bei häuslicher und sexualisierter Gewalt muss von Gesellschaft und Politik ernster genommen und das Hilfesystem abgesichert werden. Die Istanbul-Konvention, die seit dem 01.02.2018 in Deutschland in Kraft ist, ist daher offensiv durch konkrete Maßnahmen umzusetzen. Das fordern der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) und der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen am 25. November.

„Frauen haben ein Recht auf Unterstützung bei erlittenem Unrecht und Verletzung ihrer Menschenwürde. Wir fordern die neue Bundesregierung auf, die Positionierung des Runden Tischs von Bund-Ländern-Kommunen aufzugreifen und endlich einen Gesetzentwurf vorzulegen, der eine bundesgesetzliche Finanzierung des Hilfesystems regelt“, fordert Hildegard Eckert, SkF Bundesvorsitzende. Frauen müssten uneingeschränkten Zugang zu Frauenhäusern und Beratungsstellen haben, der ihnen unabhängig von Einkommen und Vermögen, Herkunft, Wohnort und Aufenthaltsstatus gewährt werden muss. „Auch darf den Betroffenen nicht länger eine finanzielle Eigenbeteiligung wie beim Aufenthalt im Frauenhaus zugemutet werden“, so Eckert.

Die Umsetzung der Istanbul-Konvention als Frauenrechtskonvention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die im politischen System stärker verankert und optimiert werden muss. Bisher getroffene Maßnahmen zum Gewaltschutz sind zudem darauf zu überprüfen, ob sie leicht für betroffene Frauen zugänglich sind. „Wir erwarten, dass die neue Bundesregierung dazu zügig ein Gesamtkonzept vorlegt und eine Koordinierungsstelle einrichtet“, betont Mechthild Heil, kfd-Bundesvorsitzende, „denn die Bereiche Prävention, Recht, Forschung, Schutz und Unterstützung müssen zusammengedacht und als politische Maßnahmen aufeinander abgestimmt entwickelt werden.“

Besonderes schutzbedürftig sind vielfach Frauen mit Migrationshintergrund. „Zugewanderten Frauen darf nicht länger zugemutet werden, in Gewaltbeziehungen bleiben zu müssen, weil das Asyl- und Aufenthaltsrecht sie nicht ausreichend schützt“, macht Sabine Slawik, KDFB-Vizepräsidentin, deutlich. „Wir fordern einen eigenständigen Schutz der Frauen bei geschlechtsspezifischer Gewalt und den Abbau rechtlicher Hürden. So muss die Bundesregierung die Vorbehalte gegen Artikel 59 der Istanbul-Konvention zurücknehmen.“

Die Istanbul-Konvention müsse ohne Einschränkung für alle Frauen gelten, die in Deutschland leben, ist die einhellige Forderung der Katholischen Frauenverbände.

Der KDFB ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 180.000 Mitgliedern. Seit seiner Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein. www.frauenbund.de

Pressereferentin Ute Hücker
0221 – 860 92 24, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die kfd ist mit rund 450.000 Mitgliedern der größte katholische Frauenverband und eine der größten Frauenorganisationen in der Bundesrepublik. Sie setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein. www.kfd-bundesverband.de

Pressesprecherin Julia Kaballo
0211 – 44992-25, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

21.10.2021: Appell: Geschlechtergerechte Verteilung der Sorgearbeit prominent im Koalitionsvertrag verankern!

Pressemitteilung des Bündnisses Sorgearbeit fair teilen

Berlin, 21.10.2021. Das zivilgesellschaftliche Bündnis Sorgearbeit fair teilen - dem der SkF Gesamtverein e.V. angehört - wendet sich zu Beginn der Koalitionsverhandlungen an die verhandelnden Parteien und fordert einen gleichstellungspolitischen Aufbruch für die faire Verteilung unbezahlter Sorgearbeit, damit Frauen über den gesamten Lebensverlauf ein existenzsicherndes Einkommen erwirtschaften können und Männer mehr Sorgearbeit übernehmen.

Hildegard Eckert, Bundesvorsitzende des Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V. (SkF) betont: „Nur wenn es gelingt, die Aufgaben der Pflege, im Haushalt und in der Kinderbetreuung gleichmäßig auf beide Geschlechter zu verteilen und sie genauso wertzuschätzen wie die Produktion von Gütern, gibt es eine echte Chance auf Ebenbürtigkeit.“

Die Bündnismitglieder fordern, die gerechte Verteilung von unbezahlter Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern als eigenständiges Ziel im Koalitionsvertrag zu benennen und konkrete Maßnahmen zur Schließung der Sorgelücke zu vereinbaren. Strukturelle Hürden, die der gleichen Verteilung von Sorge- und Hausarbeit zwischen Frauen und Männern entgegenstehen, sind abzubauen und gezielt Anreize für eine faire Verteilung zu setzen.

Konkret fordert das Bündnis eine Entgeltersatzleistung für Pflegende, zehn Tage voll bezahlte Freistellung rund um die Geburt für Väter bzw. zweite Elternteile, die Ausweitung der nicht übertragbaren Elterngeldmonate sowie die Einführung einer Individualbesteuerung.

Den vollständigen Text des Appells finden Sie hier.
Weitere Informationen sind unter https://www.sorgearbeit-fair-teilen.de zu finden.

Das Bündnis
Das im Sommer 2020 gegründete zivilgesellschaftliche Bündnis „Sorgearbeit fair teilen“ setzt sich für die geschlechtergerechte Verteilung unbezahlter Sorgearbeit im Lebensverlauf ein. Seine 13 Mitgliedsverbände haben sich zum Ziel gesetzt, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft für den Gender Care Gap und seine Auswirkungen zu sensibilisieren und sich für die Schließung der Sorgelücke einzusetzen.

Dem Bündnis gehören an:
• Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen
• Bundesforum Männer e.V.
• Business and Professional Women (BPW) Germany e.V.
• Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.
• Deutscher Beamtenbund und Tarifunion – Bundesfrauenvertretung
• Deutscher Frauenrat e.V.
• Deutscher Gewerkschaftsbund
• Deutscher Hauswirtschaftsrat e. V.
• Frauenwerk der Nordkirche
• Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
• Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V.
• WIR! Stiftung pflegender Angehöriger
• Zukunftsforum Familie e.V.

Pressekontakt
Juliane Rump
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel. +49 152 / 596 990 53

Freie Plätze bei JOHANNA - Ambulanter Bereich

JOHANNA Ambulanter Bereich hat ab sofort freie Plätze:

- ASP- Eingliederungshilfe für psychisch erkrankte Frauen (§99 SGB IX)

Für Familien und junge Frauen :

  • Sozialpädagogische Familienhilfe (§ 31 SGB VIII)
  • Hilfe für junge Volljährige (§ 41 SGB VIII)
  • Erziehungsbeistandschaft (§30 SGB VIII)

11.05.2021: SkF fordert konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention

Pressemitteilung

SkF fordert konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention

Dortmund 11.05.2021. Eine konsequentere Umsetzung der Unterzeichnung des Übereinkommens des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt mahnt der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) an. Anlass ist der 10. Jahrestag der sogenannten Istanbul-Konvention, die Deutschland am 11. Mai 2011 unterzeichnet hat.

So ist die Einführung einer bundesgesetzlichen Regelung für die Finanzierung und bedarfsgerechte Ausgestaltung von Schutzunterkünften wie Frauenhäusern zwingend erforderlich. Zudem müssen der flächendeckende Ausbau spezialisierter Beratungsstellen und die stärkere Berücksichtigung von geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt bei Umgang mit Kindern sowie spezifische Unterstützungsangebote für Kinder dringend vorangetrieben werden.

„Wir brauchen mehr Tempo beim Gewaltschutz für Frauen und müssen Betroffenen häuslicher und sexualisierter Gewalt ein klares Signal geben. Die vorgesehene staatliche Koordinierungsstelle für politische Maßnahmen und eine unabhängige Berichterstattungsstelle müssen endlich eingerichtet werden“, fordert die Bundesvorsitzende des SkF, Hildegard Eckert.

Die Istanbul-Konvention sieht umfangreiche Verpflichtungen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen sowie zur Unterstützung und zum Schutz der Betroffenen vor. „Dass einzelne Staaten gerade in Zeiten zunehmender Gewalt während der Pandemie aus dem Abkommen wieder austreten und damit geschlechtersensiblen Gewaltschutz aufgeben wollen, ist aus frauenrechtlicher Perspektive alarmierend“, betont Eckert.

Die Pressemitteilung ist auf der Homepage des SkF eingestellt.

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 138 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 40 Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter/Vater-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e. V.
Agnes-Neuhaus-Str. 5
44135 Dortmund
Tel. 0231 557026-27 bzw. 37
Fax 0231 557026-60
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Statement - Es reicht.

Statement

Es reicht.

Zum aktuellen kirchlichen Geschehen gibt der SkF Gesamtverein folgendes Statement ab:

Das Kölner Gutachten zum Umgang mit sexuellem Missbrauch im Erzbistum belegt ein verstörendes System der Tabuisierung von Sexualität, des Missbrauchs von Macht und der gezielten Vertuschung. Nicht zuletzt zeigt sich ein erschreckendes Fehlen von Empathie und der Bereitschaft, Verantwortung für die Auswirkungen auf das Leben der betroffenen Kinder und Jugendlichen zu übernehmen. Leider muss davon ausgegangen werden, dass das für andere Bistümer ebenfalls gilt.

Zehn Jahre des Ausweichens und der Ablenkung sind unerträglich. Jetzt muss endlich eine konsequente Gewaltenkontrolle, eine lebensbejahende und lebensnahe Sexualmoral, Entklerikalisierung und Geschlechtergerechtigkeit in unserer Kirche umgesetzt werden.

Entschieden wehren wir uns daher gegen das Verbot aus Rom zur Segnung homosexueller Paare. Jetzt ist es Zeit für Ungehorsam. Wir fordern alle Seelsorger eindringlich auf, niemandem den Segen zu verweigern. Es muss endlich Schluss sein mit Verletzungen. Wertschätzung muss erfahrbar werden.

Unser Geistlicher Beirat Weihbischof Puff hat sich aufgrund eines im Gutachten festgestellten Verstoßes gegen die Aufklärungspflicht von seinen Aufgaben freistellen lassen und öffentlich erklärt, dass er sich seiner moralischen Schuld stellen wird. Vor dieser Haltung haben wir Respekt.

Dortmund, 22.03.2021

Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e. V.
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26.02.2021 - Unfair verteilt und schlecht bezahlt

Pressemitteilung

Unfair verteilt und schlecht bezahlt – SkF fordert mehr Anerkennung und mehr Geld für Care-Arbeit

Dortmund, 26.02.2021. Anlässlich des am 01. März stattfindenden Equal Care Day fordert der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) bessere Arbeitsbedingungen und Entlohnungen für Berufe in der Pflege, haushaltsnahen Dienstleistungen und Kinderbetreuung. „Es zeichnet sich ab, dass wir zukünftig wesentlich mehr Fachkräfte in der Care-Arbeit benötigen als in der Produktion. Und doch gelingt es noch immer nicht, die entsprechenden Berufe attraktiver zu gestalten“, kritisiert Hildegard Eckert, Bundesvorsitzende des SkF.

Der SkF unterstützt daher ausdrücklich das Ziel, auf das der Equal Care Day aufmerksam macht: die Aufgaben der Pflege, im Haushalt und in der Kinderbetreuung gleichmäßig auf beide Geschlechter zu verteilen. „Dies kann nur gelingen, wenn wir die gesellschaftspolitischen und arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen verbessern“, macht Eckert deutlich. Noch immer aber ist Sorgearbeit weitgehend „unsichtbar“ und erfährt nur eine geringe Wertschätzung. Zudem wird sie häufig gar nicht oder gering bezahlt. Dies zeigt sich auch in der Verteilung von Care-Arbeit: rechnerisch brauchen Männer rund vier Jahre, um die privaten, beruflichen und ehrenamtlichen Fürsorgetätigkeiten zu erbringen wie Frauen in einem Jahr.

„Ein Schritt in die richtige Richtung ist aus unserer Sicht ein Gutscheinsystem für haushaltsnahe Dienstleistungen“, so Eckert. Das trage dazu bei, die Arbeit aus dem Graubereich zu holen und bietet Frauen die Chance, sozialversicherungspflichtig beschäftigt zu werden. Gleichzeitig würde es insbesondere Alleinerziehenden und Familien ermöglichen, professionelle und bezahlbare Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Dass ein solches System positive Effekte hat, zeigen Erfahrungen aus Belgien und Baden-Württemberg.

Der SkF ist Gründungsmitglied im Bündnis „Sorgearbeit fair teilen“ des Deutschen Frauenrats und setzt sich in seiner politischen und praktischen Arbeit für die Gleichstellung von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen ein.

Der SkF unterstützt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 138 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 40 Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

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Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e. V.
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28.01.2021 - Menschen in Armut brauchen mehr Unterstützung in der Pandemie

Gemeinsame Pressemitteilung von SkF und SKM

Menschen in Armut brauchen mehr Unterstützung in der Pandemie
SkF und SKM fordern finanzielle Hilfen und rasches Handeln von der Politik

Dortmund/Düsseldorf, 28.01.2021. SkF und SKM fordern für Bezieher_innen von Hartz IV und Altersgrundsicherung sofortige Hilfen in der Covid-19 Pandemie. Die Verbände kritisieren, dass der Staat für andere von der Pandemie betroffenen Menschen Hilfen anbiete, aber von Armut betroffene Menschen allein lasse. Dabei sei genau diese Gruppe in besonderer Weise von den Auswirkungen der Pandemie betroffen.

Konkret fordern SkF und SKM für Bezieher_innen von Hartz IV und Grundsicherung während der Dauer der Krise einen pauschalen Mehrbedarfszuschlag von 100 Euro. Nur so könne der zusätzliche Bedarf aufgefangen werden, der u. a. durch wegfallende Schulessen, geschlossene Tafeln, gestiegene Lebenshaltungskosten und insbesondere durch Aufwendungen für Desinfektionsmittel und Masken entstanden sei.

Zwingend notwendig sei auch, für Kinder und Jugendliche in Familien mit niedrigem Einkommen die notwendige Hard- und Software und alle Lernmittel, die für die Nutzung der digitalen Bildungsangebote der Schulen notwendig sind, als einmalige Leistungen der Jobcenter zur Verfügung zu stellen.

Zudem muss es ein erneutes Kündigungsmoratorium geben für alle, die aufgrund der Pandemie in Mietzahlungsschwierigkeiten geraten sind. Nur so kann verhindert werden, dass Menschen aufgrund pandemiebedingter Einkommensverluste die Wohnung verlieren. Auch das Kreditmoratorium ist zu erneuern, um zu vermeiden, dass Menschen aufgrund ihrer sozialen Situation in Existenznot geraten.

Die Corona-Pandemie mit all ihren Auswirkungen wird voraussichtlich auch in diesem Jahr das Leben der Menschen bestimmen. Gerade von Armut betroffene Menschen sind in besonderer Weise belastet, ihre Situation wird zunehmend prekär. SkF und SKM fordern die Politik daher zu raschem und entschiedenem Handeln auf.

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Die Pressemitteilung ist auf der Homepage des SkF eingestellt.

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